Sonntag, 19. August 2007

To the Kingdom of Far-Far-Up-North


So, nachdem ich die erste Woche in Bergen unversehrt überstanden habe, will ich an dieser Stelle mal über meine Erlebnisse berichten:
Der Hinflug verlief mit einer 3-stündigen Wartezeit (irgendwie zuviele Passagiere an Bord und dafür keine Crew... naja) eher harzig, dafür lebte ich mich dann fast zwangsweise sehr schnell ein: 6 Stunden nach meiner Ankunft in Bergen hatte meine Zimmerschlüssel im Sack für mein Zimmer in unserem Studiheim, dem Fantoft Studentboliger (ich verzichte absichtlich auf ein Foto davon - eine Augenweide ist es nicht, dafür eigentlich doch wohnlich und vor allem günstig) und schon eine halbe Stunde später ging das Einführungsprogramm los. Zuerst mit einem Crashkurs für den norwegisch- universitären Administrations- dschungel, dann folgte in von einheimischen Elsa-Studis ein Stadtrundgang und dann ein kühles Bier in einem Pub. Im Irish Pub - da fühlte ich mich ja fast schon wieder wie zu Hause in Fribourg, wenn das Bier nur nicht dreimal teurer wäre. Das norwegische Rezept dagegen heisst "Vorspiel": man geht zu jemand nach Hause und holt da Anlauf für den Ausgang, bei erträglichen Preisen. Das haben wir dann auch so gemacht, wir waren bei unseren Gruppenleitern zu Hause eingeladen. Und ja, die Norweger holen dann auch ziemlich weit aus. Im Anschluss waren wir noch an einer Party in der Stadt bis um der-Herrgott-weiss-wie-spät.
Am zweiten Tag gabs zuerst einen Postenlauf in der Stadt, mit Spielen wie wer-macht-vor-dem-Gerichtsgebäude-die-längste-Kette-mit-Kleidern (Bild) oder wer-bringt-vor-der-Kirche-in-Unterhosen-den-Golfball-ins-Loch. Ich zumindest fand das sehr lustig. Am Abend gabs dann schon wieder eine Fete, eine Beachparty dieses Mal; und zwar im Luftschutzkeller des Fakultätsgebäudes bei tropischen 35 Grad. Und wie auch bei der 80ies-Party vom 3. Tag tauchten alle im passenden Outfit auf und gingen dann auch recht ab (wie gesagt halt auch immer alle mit einem guten Vorsprung auf ihr jeweiliges Handicap). Waren auf jede Fall eine supergeile Sache, diese Partys, wenn auch für unsere Franzosen und so ein ziemlicher Kulturschock.
Des weiteren gingen am Mittwoch schon die Vorlesungen los. In meinem vorerst einzigen Kurs hatte der Prof doch prompt den Säntis als Hintergrundbild. Da fühlte ich mich dann natürlich sofort zu Hause... Gestern habe ich es endlich mal zu IKEA geschafft, um mein Zimmer mal einzurichten. Bisher hatte ich nicht mal eine Decke, aber der Einweg-Bettbezug aus Papier tat's eigentlich auch ganz gut.
Noch ein letztes zum Thema Regen: Tatsächlich ist es keine Legende, dass es hier einfach die ganze Zeit regnet. Gestern hatten wir zwar Ruhe, aber ansonsten ist es die ganze Zeit zumindest am nieseln. Aber hier spannt man unter 5 Liter pro Stunde und Quadratmeter offenbar nicht mal den Regenschirm auf. Dafür sieht man viele Leute mit richtigen Fashion-Gummistiefeln herumspazieren. Und tatsächlich kann man hier auf der Strasse Regenschirme aus Automaten rauslassen. Auf jeden Fall scheint man sich daran zu gewöhnen... Bergen ist offenbar auch die erste Stadt die ich gesehen habe, die auch bei Regen wunderschön ist. Das rote Gebäude im Hintergrund ist übrigens unsere Fakultät - ein super schönes Gebäude mit grossen Glasfronten auf der anderen Seite mit Sicht aufs Meer und den Frachthafen!
Zusammenfassend war es eine super Woche, ich habe super Leute kennengelernt und Bergen ist zweifellos die richtige Stadt für die Operation "ERASMUS"! Nun freue ich mich vorallem auf den Norwegisch-Sprachkurs, der in einer Woche beginnt - mit einem Norweger als Mitbewohner in unserer Mini-WG habe ich auch optimale Voraussetzungen dafür.

3 Kommentare:

simon hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Mirco hat gesagt…

jaaaaaaa!

Tabea hat gesagt…

he ciao mirco!

voll super, dassd en blog gmacht häsch. und nochdem i die bilder xeh han freui mi no viel meh druf, di go bsueche z cho. chas chum erwarte... so, denn wünsch i dir ganz viel spass! bis baldoo...